Städtische Katholische Grundschule Kornelimünster

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Forschen und Entdecken – Eine Projektwoche der besonderen Art
In der Woche vom 9.-12.11. fand in unserer Schule eine ganz besondere Projektwoche statt.
Ganz anders als sonst haben wir uns nicht in ein spezielles Thema vertieft, sondern es ging darum, in vier verschiedenen
Themenbereichen Dinge möglichst selbständig zu beobachten und zu erforschen.
Die vier Bereiche waren 1. Unser Skelett 2. Wasser 3. Luft und 4. Schall.
Von Montag bis Donnerstag haben wir uns in Gruppen von ca. 16-18 Kindern jahrgangsübergreifend mit den verschiedenen
Themen beschäftigt.
Am Freitag haben wir uns dann alle wieder in unseren Klassen getroffen, uns über die Projekte ausgetauscht, Fragen vertieft
und Berichte in unsere Forscher- und Entdeckerhefte geschrieben. Zum Abschluss haben wir uns dann mit der ganzen Schule
getroffen und das „Irgendwas ist immer“-Lied von der Sendung mit der Maus gesungen, das uns die ganze Woche über
begleitet hat.
Das Beste an der Projektwoche war, dass die Kinder ganz viel selber experimentieren durften! Das war manchmal ganz schön
knifflig, denn nicht immer hat alles auf Anhieb geklappt. Und dann ging das Fragen weiter: Warum hat das nicht funktioniert?
Was müssen wir tun, damit es klappt? Oder: Wäre ein anderer Versuch besser geeignet? Da war es schon ganz gut, dass die
Lehrer den Kindern mit Rat und Tat zur Seite standen.
Toll war auch, dass die Kinder sich gegenseitig helfen konnten. Versuche wurden in Partnerarbeit durchgeführt und gemeinsam
überlegt, wie man die Beobachtungen am besten aufschreiben oder zeichnen könnte. Bei den Erklärungen haben dann alle
mitgeholfen, damit auch nachher jeder sicher wusste, was wir denn so gemacht haben! Zum Abschluss also Daumen hoch für die
Projektwoche!
Es hat sehr viel Spaß gemacht und wir haben eine ganze Menge gelernt!

Wasser ist nicht ganz normal!
Oder doch? Was ist eigentlich normal für Wasser? Kann Wasser in die Höhe fließen?
Warum fließt das Wasser nicht durch das Sieb, wenn man die Flasche ganz fest an das Sieb hält und umdreht?
Warum kann ein Ei im Salzwasser schwimmen, im Leitungswasser aber nicht? Kann Wasser kleben? Hat Wasser eine „Haut“?
All diese Fragen und noch viel mehr haben wir versucht beim Projekt „Wasser“ zu untersuchen und zu beantworten.
Die Kinder hatten die Gelegenheit an 9 verschiedenen Stationen Experimente rund ums Wasser und mit Wasser in
Kleingruppen durchzuführen. Da durfte es auch schon mal ein bisschen nass werden. Und ganz oft haben wir nicht schlecht
gestaunt, wenn wir eigentlich etwas ganz anderes vermutet hatten als dann am Ende passiert ist.
Jedes Kind bekam ein kleines Heftchen mit den Experimenten, in das es seine Vermutungen, Beobachtungen und Erklärungen
hinein schreiben konnte. Dabei halfen die größeren Kinder den kleineren ganz wunderbar.
Wusstet ihr, dass das Wasser über den Glasrand hinaus einen kleinen Berg bilden kann, ohne überzuschwappen?
Das sieht aus wie Wackelpudding, liegt aber an der Oberflächenspannung, die das Wasser hat. Diese konnten wir sogar ein
ganz bisschen spüren, als wir den Finger in das Pfefferwasser getaucht haben und er trocken geblieben ist.
Und sehen konnten wir die Oberflächenspannung auch, weil die Seife Löcher in die Oberflächenspannung gerissen hat.
Wir hatten viel Spaß und die Kinder waren voller Eifer dabei. Alle waren erstaunt, als plötzlich die vier Stunden schon
vorbei waren. Das ging aber schnell.

Luft ist nicht nichts!
Ist ein leeres Glas tatsächlich leer? Nein! Durch kleine Versuche konnten wir schnell beweisen, dass es eben nicht leer, sondern mit Luft
gefüllt ist. So gingen zum Beispiel drei Gummibärchen in ihrem Boot (einer Teelichthülle) auf große Fahrt. Erstaunlicherweise konnten die
drei Reisenden mit Hilfe eines Glases untertauchen ohne nass zu werden. Die Erklärung war schnell gefunden: Da Luft im Glas ist und nicht
entweichen kann, kann das Wasser das Boot nicht erreichen und die Gummibärchen bleiben trocken.
Luft kann aber noch viel mehr:
So kann sie zum Beispiel etwas in Bewegung setzen und man kann sie zusammendrücken. Außerdem kann sie Gerüche transportieren.
Dies probierten wir mit kleinen Experimenten aus.
Vor der Pause machten wir noch einen Versuch auf dem Schulhof. Wir liefen zu zweit mit großen Pappstücken. Wenn wir das Pappstück
zwischen uns waagerecht hielten, war das Laufen überhaupt kein Problem. Hielten wir es aber senkrecht, war das Rennen viel anstrengender.
Wir konnten die bremsende Wirkung der Luft deutlich spüren! Dass anschließend dann noch alle Luftforscher ohne Probleme ein großes Tuch
in Bewegung setzen konnten, versteht sich von selbst!

Für den  nächsten Versuch befestigten wir einen Ballon auf einer leeren Glasflasche. Wenn wir die Flasche in heißes Wasser stellten,
passierte etwas sehr Erstaunliches: Der Ballon richtete sich auf, da die Luft in der Flasche erwärmt wurde und deshalb mehr Platz benötigte.
Nun wissen wir pünktlich zur Vorweihnachtszeit auch, weshalb sich eine Weihnachtspyramide dreht.
Ohne Luft und den darin enthaltenen Sauerstoff können wir nicht leben. Auch eine Kerzenflamme braucht Luft, um brennen zu können.
Mit einem Versuch haben wir dies erforscht. Wir haben drei Teelichter mit unterschiedlich großen Gläsern abdeckt. Es war erstaunlich, wie
schnell die Flamme im kleinsten Glas erlosch! In den größeren Gläsern dauerte es länger, aber noch einiger Zeit ging auch hier die Flamme aus.
Nun ging es ans Basteln. Fallschirmspringer von Lego oder Playmobil warteten darauf, an unseren selbstgebauten Fallschirmen zu Boden zu
fliegen. Mit gegenseitiger Hilfe beim Befestigen der Schnüre war das schnell geschafft und die Reise konnte losgehen:
Ausnahmsweise durften wir am Ende des Projekttages dazu einmal den Notausgang benutzen und die selbstgebauten Fallschirme an der hohen
Treppe ausprobieren. Am schönsten war es, das als Team gemeinsam zu tun: Ein Kind ließ den Fallschirm los und der Partner beobachtete, wie
der Schirm langsam zu Boden schwebte.

Hört man einen Knall im All?
Ok, zugegebener Maßen war das nicht gerade unsere Ausgangsfrage, aber spannend ist sie schon die Frage, oder?
Und damit sind wir mitten drin im Thema „Schall“.
Was hörst du eigentlich? Und ist es das gleiche, was ich höre? Vertraust du mir, wenn du dich nur noch auf deine Ohren verlassen kannst?
So sind wir ganz spielerisch mit einem Geräuschmemory und einem Blindenspaziergang in das Thema eingestiegen. Nachdem wir so praktisch
losgelegt hatten, stellte sich die Frage: Was muss eigentlich mit einem Gegenstand passieren, damit ein Geräusch entsteht? Wir äußerten
Vermutungen, gaben unser Vorwissen preis und durften dann an sechs Stationen ausprobieren, wie ein Geräusch entsteht und was dabei zu
beobachten ist. Egal ob Gummigitarre oder Stimmgabel, ganz schnell war klar, da muss was „wackeln“. Und je stärker das „Wackeln“, desto
lauter das Geräusch. Und wenn man das „Wackeln“ mit der Hand stoppt? Ist nichts mehr zu hören, klar!
So weit so gut. Aber wieso wackelt eine Kerze, die vor einem Lautsprecher steht? Und warum hüpfen Sandkörner auf einer Trommel,
wenn man auf eine benachbarte Trommel schlägt? Wir fanden an vier weiteren Stationen heraus, dass das „Wackeln“ wandert.
D.h. Schwingungen werden übertragen und zwar über die Luft. Deshalb können wir auch etwas hören, wenn wir nicht direkt neben der
Schallquelle stehen. Aber was ist, wenn keine Luft da ist? Zum Beispiel im All? Na, dann hört man eben auch nichts.
Aber das haben wir nicht mehr selbst herausfinden können, sondern haben uns einen kurzen Film über einen Versuch mit einer Vakuumpumpe
angesehen.

Und warum hören wir überhaupt etwas? Das hat was mit der Übertragung der Schallwellen in unser Ohr und der Weiterleitung ins Gehirn
zu tun. Gar nicht so leicht zu verstehen. Gut, dass wir dazu in Ruhe gearbeitet haben und auch hier ein kleiner Film das Gelernte
veranschaulicht hat.

Schade nur, dass die Zeit zum Dosentelefonbasteln nicht mehr gereicht hat. Da durften wir dann zu Hause herausfinden, ob sich das
berühmte „Wackeln“ auch über eine Schnur übertragen lässt. Na, was meint ihr? Probiert es doch einfach mal selbst aus und bastelt
ein eigenes Dosentelefon.
Aber Achtung: Die Schnur immer schön stramm halten, sonst wird das nichts mit dem Telefonieren!

Was wäre der Mensch nur ohne seine Knochen?
Diese Frage hat uns zu Beginn des Projekttages zum Thema „Unser Skelett“ beschäftigt und wir haben schnell feststellen können,
ohne Knochen wären wir ganz schön wabbelig. Wir würden in uns zusammenfallen und könnten nur auf dem Boden kriechen wie ein Wurm.
Nur noch Haut und Muskeln würden uns zusammenhalten. Schnell haben wir also herausgefunden, dass wir unsere Knochen zum Stehen,
Gehen und Laufen benötigen. Auch unsere Organe, wie zum Beispiel das Gehirn, das Herz und die Lunge, würden ganz schön gefährlich
leben ohne unser Knochengerüst. Denn jedes Mal, wenn wir uns den Kopf stoßen, würde das arme Gehirn alles abbekommen und wahrscheinlich
ganz schnell kaputt gehen. Und ohne Gehirn, das wussten schon alle Kinder des 2. – 4. Schuljahres, können wir gar nicht überleben.
Nachdem wir also festgestellt haben, dass das Skelett ziemlich wichtig für uns Menschen ist, haben wir einmal überlegt, welche Knochen wir
schon kennen und wie viele es wohl insgesamt sind. Dabei durfte jeder von uns einmal schätzen. Das war ganz schön lustig, da wir ja keine
Ahnung hatten. Manche haben gedacht, wir hätten so ca. 20 Knochen und manche haben sogar 500 geschätzt.
Als unsere Lehrerin uns dann sagte, dass wir ungefähr 206 Knochen haben, waren wir ganz schön erstaunt und konnten es nicht so richtig
glauben. Doch dabei konnte uns „Hugo“, unser Schulskelett, helfen. Der war sah ein bisschen gruselig aus. Aber Hugo war sehr nett und wir
haben uns seine Knochen mal ganz genau anschauen können und jeden seiner Knochen beschriftet und gezählt.
Danach haben wir noch ein sehr lustiges Lied über „Klapprige Knochen“ gesungen und unser eigenes Skelett gebastelt.
Wer damit fertig war, konnte noch andere spannende Aufgaben machen machen, zum Beispiel ein Kreuzworträtsel über Knochen oder ein
Spiegelbild von einem Totenkopf zeichnen. Wir haben viel Neues über unsere Knochen lernen können uns wissen jetzt ein bisschen besser,
wie unser Körper aufgebaut ist.

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